12.02.2016 / Inland / Seite 5

Mindestlohn und Wohnungen

Baugewerkschaft stellt sich gegen Diskriminierung von Schutzsuchenden und fordert mehr öffentliche Investitionen

Herbert Wulff, Frankfurt am Main

Zwei Dinge sind für IG-BAU-Chef Robert Feiger klar: Der Mindestlohn muss auch für Flüchtlinge gelten. Und: Die gesetzliche Lohnuntergrenze muss in diesem Jahr erhöht werden. Auf einen konkreten Betrag mochte sich der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen, Agrar,Umwelt, der in der vom Bundesarbeitsministerium berufenen Mindestlohnkommission sitzt, beim Jahrespressegespräch seiner Organisation am Mittwoch abend in Frankfurt am Main allerdings nicht festlegen.

Wer in Deutschland arbeite, muss das zu »fairen Bedingungen« tun können, so Feiger. Unterschiede nach Staatsangehörigkeit dürfe es ebensowenig geben wie nach Geschlecht oder Religion. »Diejenigen, die jetzt eine Ausnahme vom Mindestlohn fordern, verhalten sich brandgefährlich«, kritisierte der Gewerkschafter. »Sie fordern nichts anderes als die staatlich unterstützte Verdrängung von Niedriglohnempfängern durch Migranten.« Statt Geflüchtete zu benachteiligen, müssten sie für den Arbeitsmarkt qualif...

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