10.02.2016 / Feuilleton / Seite 11

Immer sehr beherzt. Zum Tod von Roger Willemsen

Am Sonntag starb Roger Willemsen im Alter von 60 Jahren in seinem Haus bei Hamburg. Sein Verlag S. Fischer erklärte, er sei ein »außerordentlicher Kämpfer für die Menschheit« gewesen. Das klingt vielleicht etwas dick aufgetragen, aber auch der oft sehr feinsinnig argumentierende Willemsen konnte mitunter grundsätzlich werden, er hörte nicht nur die Leere im Kopf von Heidi Klum »wabern«, sondern erzählte auch dieser Zeitung: »Ich habe in Afghanistan kaum eine Männerhand geschüttelt, die nicht gemordet hat.«

Willemsen engagierte sich für die UN-Flüchtlingshilfe, veröffentlichte Bücher über das von ihm bereiste dauerruinierte Afghanistan oder über ehemalige Häftlinge in Guantanamo; er scherzte über Karl May in Buchform oder ging mit einem Orchester und dem »Karneval der Tiere« in Reimform auf die Bühne. Willemsen machte Kabarett und Interviews ...

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