10.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Angeschlagener Riese

Brasilien in schwerer Rezession. Die Regierung versucht mit milliardenschwerer Finanzspritze dagegenzuhalten

Robert Ojurovic

Das Ziel ist klar. Die am Boden liegende brasilianische Wirtschaft soll reanimiert werden. Wirtschaftsminister Nelson Barbosa kündigte Ende Januar ein gewaltiges Finanzpaket zur Konjunkturbelebung an: 83 Milliarden Real (etwa 18,6 Milliarden Euro) will die Regierung der siebtgrößten globalen Volkswirtschaft (2014) aufwenden, um die Krisenfolgen zu bekämpfen. Nach einem Jahr der Austerität und restriktiven Maßnahmen, angetrieben vom ehemaligen Wirtschaftsminister Joaquim Levy, scheint Präsidentin Dilma Rousseff eine andere Gangart zu favorisieren. Zugleich sucht sie wieder den Dialog mit Gewerkschaftsvertretern, Unternehmern und Persönlichkeiten der brasilianischen Öffentlichkeit. Die weitere ökonomische Abwärtsentwicklung des Landes, die der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 Prozent für das Jahr 2016 vorhergesagt hat, soll verhindert werden.

»Diese Krise ist für unsere Gesellschaft zu schmerzhaft, als d...

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