09.02.2016 / Inland / Seite 8

»Es sind Geschichten, die in der Schule nicht erzählt werden«

Verein unternimmt Studienreisen mit Jugendlichen, die sich gegen Rassismus und Faschismus engagieren. Gespräch mit Anika Taschke

Markus Bernhardt

Sie sind Geschäftsführerin von »Zivilcourage vereint«. Welche Ziele verfolgt der Verein?

Er wurde von unserer Vorsitzenden Gesine Lötzsch, Bundestagsabgeordnete für Die Linke, ins Leben gerufen, um jungen Menschen für ihr tägliches Engagement im Bereich Antirassismus, Toleranz und Antifaschismus zu danken. Deshalb schreiben wir unter anderem seit mehr als zehn Jahren einen Wettbewerb aus, bei dem sich junge Menschen mit ihren Projekten bewerben können. Preis ist eine Stu­dienreise auf den Spuren des antifaschistischen Widerstandes.

Was hat Sie bei dieser Arbeit am stärksten bewegt?

2013 reisten wir nach Reggio Emilia. 1944 verübten Truppen der SS dort Massaker. Es sind Geschichten, die in der Schule nicht erzählt werden. Obwohl ich mich viel mit der Nazizeit auseinandergesetzt hatte, wurde ich hier doch sehr von den Ereignissen überrascht. Wir trafen verschiedene Zeitzeugen, die unserer Jugendgruppe gegenüber sehr aufgeschlossen waren und alle unsere Fragen ...

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