06.02.2016 / Titel / Seite 1

»Befriedete Zonen«

Entwicklungsminister Müller will Hilfsgelder für Abschiebung von Flüchtlingen ­benutzen. Saudi-Arabien und Türkei bereiten Einmarsch in Syrien vor

André Scheer

Zahlreiche Hilfsorganisationen haben die Ergebnisse der am Donnerstag in London zu Ende gegangenen Syrien-Geberkonferenz begrüßt. »Diese beispiellose Hilfe wird so vielen wieder Hoffnung geben, die unter diesem furchtbaren Konflikt leiden«, zeigte sich die Exekutivdirektorin des UN World Food Programme (WFP), Ertharin Cousin, »unendlich dankbar«. Doch während ein Teil der von der deutschen Bundesregierung versprochenen 2,3 Milliarden Euro an das WFP fließen soll, ist ein anderer Teil für die Abschiebung syrischer Flüchtlinge in die Kriegsregion vorgesehen. Das kündigte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller am Donnerstag im »Morgenmagazin« des ZDF an. »Wir wollen auch Menschen wieder zurückführen, denn es gibt nicht nur diese brutalen Bilder um Aleppo und um die umkämpften Gebiete, sondern es gibt auch bereits befriedete Zonen«, behauptete der CSU-Politiker. Als Beispiel nannte er »Dohuk in der Sindschar-Region«, das er in der vergangenen Woche besucht ha...

Artikel-Länge: 3544 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe