05.02.2016 / Feminismus / Seite 15

Ziel: Kein Mädchen soll mehr leiden

Am 6. Februar wird der Aktionstag gegen Genitalverstümmelung begangen

Jana Frielinghaus

Noch immer sind Beschneidungsrituale bei Mädchen in etlichen Staaten, vor allem in Afrika, an der Tagesordnung. Die Betroffenen leiden vielfach ein Leben lang an den Folgen: Schmerzen beim Wasserlassen und beim Geschlechtsverkehr, Infektionen. Weltweit sind nach Angaben von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, rund 130 Millionen Mädchen und Frauen betroffen. Die deutsche Organisation Terre des Femmes (TdF) schätzt, dass es doppelt so viele sind, weil für viele Regionen der Welt keine Studien dazu vorliegen. Im Rahmen des Aktionstages »Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung« erinnern am 6. Februar weltweit Frauen an die Menschenrechtsverletzung, die diese Grausamkeit bedeutet.

Die von vielen Frauenrechtlerinnen erhobene Forderung nach einem Bleiberecht für geflüchtete Frauen aus Gründen geschlechtsspezifischer Verfolgung hat auch im Zusammenhang mit dem grausamen Ritual Relevanz. Im Januar befasste sich der Europäische Gerich...

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