03.02.2016 / Feuilleton / Seite 11

Verzweifeltes Auftrumpfen

Schnee, Blut und Agatha Christie: »The Hateful Eight« sucht das Große im Läppischen

Peer Schmitt

Quentin Tarantinos »The Hateful Eight« ist ein Film, in dem Jennifer Jason Leigh gleich mit einem blauen Auge auftaucht, und dann so ungefähr alle zwei Minuten voll eins in die Fresse bekommt (meist von Kurt Russell), bis ihr alle Vorderzähne ausgeschlagen sind und das Gesicht in einen blutigen Matsch verwandelt ist, was sie nicht davon abhält, höhnisch zu lächeln bis zum bitteren Ende.

Zweifellos ist Jennifer Jason Leigh die beste Schauspielerin, die jemals in einem Film von Quentin Tarantino (dies ist, man bekommt es zu Beginn ausdrücklich mit auf den Weg gegeben, der insgesamt achte) zu sehen war. Zwischendrin darf sie sogar zur Klampfe greifen und ein Liedchen über die Henkersmahlzeit zum besten geben.

Zweifellos ist »The Hateful Eight« ein Film, in dem es um den Kopf von Jennifer Jason Leigh und ihr Lächeln geht. Es ist auch ein Film, in dem Samuel L. Jackson in einer Nordstaaten-Offiziersuniform steckt und dennoch von so gut wie allen anderen (mehr a...

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