03.02.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Ab in den nächsten Krieg

Die NATO steht vor einer erneuten Intervention in Libyen. Die Angriffe 2011 stürzten das Land ins Chaos

Knut Mellenthin

Die NATO bereitet seit einigen Monaten ihre nächste Intervention vor. Ziel ist diesmal Libyen, dessen staatliche Einheit 2011 der militärischen Destabilisierung durch das westliche Bündnis und seine Partner auf der Arabischen Halbinsel zum Opfer fiel. Wie schon im Irak und in Syrien rechtfertigt die NATO nun die Notwendigkeit eines direkten militärischen Eingreifens in Libyen mit dem von ihr selbst angerichteten Schaden.

Zwei Punkte scheinen bisher in der Allianz Konsens zu sein. Erstens: Keine Intervention ohne Aufforderung aus Libyen. Da dort keine durch Wahlen legitimierte und im ganzen Land respektierte Regierung existiert, die die vom Westen dringend gewünschte »Einladung« aussprechen könnte, soll zu diesem Zweck möglichst schnell eine »Regierung der nationalen Einheit« gebildet werden. US-Außenminister John Kerry hat dafür am Montag bei einem Treffen mit seinen Kollegen aus Italien und Katar einen konkreten Termin vorgegeben: Bis zum 8. Februar s...

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