01.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Im Sog des Bierriesen

Marktführer Anheuser-Busch wird seinen größten Konkurrenten SAB Miller schlucken. Heineken, die neue Nummer zwei, gilt schon als kleiner Anbieter

Gerrit Hoekman

Plopp! Wer hin und wieder auf Urlaub in den Niederlanden weilt und Bier mag, kennt das Geräusch. Es stammt von dem praktischen Bügelverschluss auf den grünen Flaschen der 400 Jahre alten Traditionsmarke Grolsch. Aber Grolsch ist längst kein Familienbetrieb mehr, sondern befindet sich seit ein paar Jahren in den Händen ausländischer Investoren – wie inzwischen fast alle ehemals mittelständischen Brauereien in Europa.

»Das Reservoir an mittelgroßen Braukonzernen scheint aufgebraucht. Nun müssen sich die Großen gegenseitig auffressen«, kommentierte die niederländische Tageszeitung De Volkskrant im November, nachdem der brasilianisch-belgische Marktführer Anheuser-Busch Inbev (AB Inbev) angekündigt hatte, mit seinem größten Konkurrenten, der südafrikanischen Brauereigruppe SAB Miller, fusionieren zu wollen. Der neue Konzern soll eventuell den Namen SAB Inbev erhalten. Die Rekordsumme von 112 Milliarden Euro will Anheuser-Busch für die Übernahme auf den Tisch l...

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