01.02.2016 / Ausland / Seite 8

»Politische Verfolgung der Opposition hat zugenommen«

Kolumbien: Verhandlungen mit FARC-Guerilla allein bringen ­keinen Frieden. Ein Gespräch mit Mariangélica Rojas Gutiérrez

Lena Kreymann

Sie arbeiten mit Jugendlichen in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. In alternativen Kulturzentren bilden Sie junge Frauen künstlerisch und politisch weiter. Sind für diese Basisarbeit die Diskussionen der Guerillaorganisation FARC und der Regierung um einen Friedensvertrag überhaupt relevant?

Die Medien behaupten oft, in Kolumbien werde es Frieden geben, sobald der Vertrag zwischen der FARC und der Regierung unterzeichnet sei. In unseren Kulturzentren diskutieren wir, ob ein einziges Abkommen zwischen zwei Konfliktparteien das wirklich gewährleisten kann – schließlich sind daran nicht alle beteiligt. Wir wollen nicht, dass nur die Guerrilleros die Waffen abgeben, während der Paramilitarismus weiterexistiert und die ausländischen Multis unsere Bodenschätze ausbeuten und unsere Bauern vertreiben. Das kann nicht nur in den Händen der Verhandelnden liegen, das geht uns alle etwas an. Wenn die Zivilgesellschaft nicht den Aufbau des Friedens in die Hand nim...

Artikel-Länge: 4547 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe