01.02.2016 / Ausland / Seite 8

»Politische Verfolgung der Opposition hat zugenommen«

Kolumbien: Verhandlungen mit FARC-Guerilla allein bringen ­keinen Frieden. Ein Gespräch mit Mariangélica Rojas Gutiérrez

Lena Kreymann

Sie arbeiten mit Jugendlichen in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. In alternativen Kulturzentren bilden Sie junge Frauen künstlerisch und politisch weiter. Sind für diese Basisarbeit die Diskussionen der Guerillaorganisation FARC und der Regierung um einen Friedensvertrag überhaupt relevant?

Die Medien behaupten oft, in Kolumbien werde es Frieden geben, sobald der Vertrag zwischen der FARC und der Regierung unterzeichnet sei. In unseren Kulturzentren diskutieren wir, ob ein einziges Abkommen zwischen zwei Konfliktparteien das wirklich gewährleisten kann – schließlich sind daran nicht alle beteiligt. Wir wollen nicht, dass nur die Guerrilleros die Waffen abgeben, während der Paramilitarismus weiterexistiert und die ausländischen Multis unsere Bodenschätze ausbeuten und unsere Bauern vertreiben. Das kann nicht nur in den Händen der Verhandelnden liegen, das geht uns alle etwas an. Wenn die Zivilgesellschaft nicht den Aufbau des Friedens in die Hand nim...

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