30.01.2016 / Ausland / Seite 6

Boykott bedeutet Krieg

Syrien-Gespräche haben begonnen. Vom Westen gesponserte Opposition verweigert Dialog

Karin Leukefeld, Genf

Über Twitter und Facebook verbreiten »Aktivisten« die Kampagne »Geht nicht nach Genf«. Der Aufruf richtet sich an syrische Oppositionelle, die zu den innersyrischen Gesprächen in die Schweiz eingeladen wurden.

Illustriert wird der Aufruf von einer Karikatur, die sich gegen die Medien richtet. Zu sehen ist ein Bündel Mikrophone, die aus einem Leichenberg herausragen. Eines der Mikrophone hat eine Fahne der syrischen Opposition aufgespießt, die über den Leichen ausgebreitet ist. Diese Fahne war ursprünglich 1930 per Verfügung von Henri Ponsot, dem französischen Hochkommissar für die Levante, eingeführt worden, zur Zeit des französischen Mandats. 2011 wurde sie von der »Freien Syrischen Armee« geschwenkt und zum Symbol einer in der Türkei ansässigen, islamisch geprägten Opposition. Deren besonderes Merkmal ist es, seit fünf Jahren den Dialog zu verweigern. Mit der Regierung wird nicht verhandelt, auch nicht mit anderen Oppositionellen, nicht mit den Vereinten...

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