29.01.2016 / Ansichten / Seite 8

Verpackungskünstler

Irans Präsident in Europa

Knut Mellenthin

Präsident Hassan Rohani hat am Donnerstag seinen Staatsbesuch beendet, der ihn nach Rom und Paris geführt hatte. Es war die erste offizielle Europa-Reise eines iranischen Staatsoberhaupts seit 1999, mit der sich wichtige wirtschaftliche und politische Gespräche verbanden. Aber für viele Medien war der Hauptaspekt die Verhüllung einiger nackter antiker Statuen in den Kapitolinischen Museen Roms. Es gab etwas zu lachen. Oder auch zu schimpfen: Die italienische Rechte warf der Mitte-Links-Regierung von Matteo Renzi Unterwerfung unter ein Kulturdiktat des schiitischen Iran vor.

Wer das Happening angeordnet hatte, liegt im Dunkel widersprüchlicher Aussagen. Rohani bestritt, dass er darum gebeten habe, lobte aber gleichzeitig die weltberühmte italienische Gastfreundschaft. Ein Sprecher der Museen erklärte, Renzis Büro habe die Entscheidung getroffen. Das wird jedoch von diesem dementiert. Kul...

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