28.01.2016 / Inland / Seite 5

Mär vom Jobkiller widerlegt

Weitere Studie zieht positive Bilanz des Mindestlohns. Unternehmen wollen Arbeitsrecht schleifen

Claudia Wrobel

Das Gezeter der Unternehmensverbände war groß bei der Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns vor rund einem Jahr. Nun zeigen immer mehr Untersuchungen, dass die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt als positiv zu bezeichnen sind. So auch eine Studie, die die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) beim Pestel-Institut in Hannover in Auftrag gegeben hat. Die am Mittwoch vorgelegte »Mindestlohn-Analyse« bekräftigt die Gewerkschafter, die zuvor jahrelang für diese Lohnuntergrenze gestritten hatten.

Vom »Schreckgespenst Mindestlohn«, vor dem die Unternehmensvertreter gewarnt hätten, sei nichts übriggeblieben: Der Mindestlohn sei weder »Konjunkturbremser« noch »gefährlicher Jobkiller«, erklärte NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger laut einer Presseaussendung vom Mittwoch. Insbesondere im Gastrogewerbe, das bekannt ist für seine niedrigen Löhne und die prekären Arbeitsbedingungen, hat sich die Beschäftigungssituation positiv entwickelt. »Hotel...

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