26.01.2016 / Feuilleton / Seite 11

Millionen im Schatten

Western Union und die sieben Zwerge: Heute läuft auf Arte eine Dokumentation über die Geschäfte mit Migranten

Sigurd Schulze

Schon wieder oder noch immer werden hierzulande Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende schief angesehen, angefeindet und verdächtigt, sie könnten »den Deutschen« etwas wegnehmen. Dabei steigern sie hierzulande das Bruttosozialprodukt schon seit den 60er Jahren, als die ersten sogenannten Gastarbeiter ins Land geholt wurden, um auch ihre Verwandten in ihren Herkunftsländern zu unterstützen.

Weltweit verdienen 200 Millionen Arbeitsmigranten ihr Geld im Ausland. Davon schicken sie jährlich 420 Milliarden Dollar nach Hause – das ist ein großer Markt. Ihn haben Monika Hielscher und Matthias Heeder für ihre Dokumentation »Money in Minutes« untersucht. Das Prinzip ist einfach. Die Arbeiter gehen mit ihrem Geld zu einem Bargeldtransferdienst wie Western Union, MoneyGram oder Orlandi Valuta, die in aller Welt Filialen haben und dank der Computertechnik wenige Minuten später das Geld im Bestimmungsland an die Familie auszahlen können.

Der größte Transferdiens...

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