26.01.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

»Ein neues Kapitel«

Peking und Teheran streben Verstärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit an. Handelsvolumen hängt stark vom Weltmarktpreis für Rohöl ab

Knut Mellenthin

China und der Iran wollen »ein neues Kapitel ihrer Beziehungen« beginnen. So drückte es der chinesische Präsident Xi Jinping aus, der am Sonnabend Teheran besuchte. Auf der Tagesordnung standen unter anderem Gespräche mit seinem Amtskollegen Hassan Rohani und mit Ajatollah Ali Khamenei, der laut Verfassung höchste politische und religiöse Autorität Irans ist. Xi hatte zuvor in Riad und Kairo Station gemacht. Damit signalisierte er: Erstens, China will nicht in den Verdacht geraten, Sonderbeziehungen zum Iran anzustreben und dabei andere traditionelle Partner in der Region zu vernachlässigen. Zweitens, China, das einen erheblichen Teil seines Rohöls aus dem Nahen und Mittleren Osten bezieht, ist an langfristig stabilen Verhältnissen in der Region interessiert. Zu den Konflikten insbesondere zwischen Saudi-Arabien und Iran bezieht Peking nicht Stellung, sondern mahnt beide Seiten zu »Ruhe und Zurückhaltung«.

China ist mit großem Abstand vor Indien, Südkorea ...

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