25.01.2016 / Inland / Seite 8

»Mindestens klammheimliche Sympathie zu erkennen«

Wenn Staatsdiener sich für Neonazis erwärmen: Dortmunder Polizist will neue Rechtspartei gründen. Ein Gespräch mit Wolfgang Richter

Markus Bernhardt

Der Dortmunder Polizist und Staatsschützer Ralf Piekenbrock hat vor wenigen Tagen eine Videobotschaft im Internet veröffentlicht. Darin kündigt er die Gründung einer neuen Partei an und rechnet mit der etablierten Politik ab. Was steckt hinter den Aktivitäten des Beamten?

Das kann ich nicht beantworten, das dürfte nur Herr Piekenbrock selbst wissen. Seine Videobotschaft lässt an rechtspopulistischer Deutlichkeit allerdings nichts zu wünschen übrig. Herr Piekenbrock ist aber klug genug gewesen, sich in seiner Botschaft von der neofaschistischen Partei »Die Rechte« und den Sozialchauvinisten der AfD zu distanzieren.

Beide Parteien haben die Botschaft Piekenbrocks, der zuvor einen Kollegen und lokalen Newcomer der CDU unterstützt hatte, sofort vermerkt. Die Neonazis frohlocken und haben auf einer von ihnen betriebenen Internetseite gar einen »Aufstand in der Dortmunder Polizei« ausgemacht. Sie berichten, dass ausgerechnet ein »Staatsschutzmann« eine neu...

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