23.01.2016 / Wochenendbeilage / Seite 8 (Beilage)

Pol & Pott. Schokopudding mit ganzer Orange

Ina Bösecke

Es ist komisch, es ist kryptisch: »Die Verschwörung der Frauen« (Niederlande/GB 1988) ist ein typischer Film von Peter Greenaway. Die große Zeit dieses Regisseurs waren die 80er Jahre, die Zeit des Zitatpops, der Collagen und der postmodernen Scherze.

Hier gibt es nun drei Frauen, die alle denselben Namen tragen: Cissie Colpitts. So heißen die Großmutter (Joan Plowright), die Tochter (Juliet Steenson) und die Enkelin (Joely Richardson). Alle drei ertränken nacheinander ihre Männer. Während Cissie 1 noch einen echten Grund für ihre Tat vorweisen kann (ihr Mann ist ein notorischer Fremdgeher und auch sonst ziemlich eklig), töten die beiden anderen Cissies eher aus Langeweile oder fast nebenbei. Ist das der berühmte schwarze Humor der Engländer?

Man sieht immer wieder Schnecken im Bild, gern in Großeinstellung. Alles ist recht dunkel gehalten, eine freudige Stimmung kommt nicht so richtig auf. Muss ja auch nicht. Man kann auch ohne F...

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