22.01.2016 / Ausland / Seite 7

Skopje reagiert auf Wien

Mazedonien schließt Grenze nach Entscheidung Österreichs, weniger Flüchtlinge ins Land zu lassen. Serbien und Kroatien beschränken Zugang

Roland Zschächner

Mazedonien hat am Mittwoch die Grenze zu Griechenland geschlossen. Der Übergang in Gevgelija blieb auch am Donnerstag teilweise geschlossen. Wie die griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA berichtete, wurden nur Flüchtlinge durchgelassen, die als Ziel Österreich oder Deutschland nannten. Wie lange die Beschränkungen dauern werden, ist noch unklar.

Mehrere hundert Asylsuchende harren weiterhin im griechischen Idomeni aus. Sie errichteten mit Unterstützung von Hilfsorganisationen ein vorläufiges Lager. Außerdem befinden sich laut dem regionalen Zentrum für Krisenmanagement bis zu 400 Flüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan auf mazedonischer Seite der Grenze. Skopje hat laut der Nachrichtenagentur Meta als offiziellen Grund für die Schließung der Grenze einen Defekt im slowenischen Eisenbahnnetz genannt. Ljubljana hätte Ser­bien und Mazedo­nien darüber informiert, dass es Störungen gebe, die zum Rückstau auf der sogenannten Balkanroute führten, erklärte a...

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