22.01.2016 / Inland / Seite 4

Immer weiter, ohne Haltelinien

Nach Jahren in Berlins Regierung wurde Die Linke abgestraft. Nun diskutiert die Partei erneut über einen Kabinettsbeitritt

Johannes Supe

Es gibt zwei Wörter, die bei der Berliner Linkspartei stets auf große Ablehnung stoßen. Wenn Sie die Linken der Hauptstadt kennen, denken Sie nun vielleicht an »Wohnungen privatisiert« oder »Mieter enttäuscht«. Aber falsch geraten. Was die Genossen wirklich nicht mehr hören können, ist die Forderung nach »roten Haltelinien«, also nach Kriterien, anhand derer der Eintritt in eine Regierung geprüft und auch mal ausgeschlossen werden könnte.

Spürbar war die Abneigung etwa am Mittwoch abend. Die Basisorganisation Mittlinks hatte zur Diskussion in das Berliner Karl-Liebknecht-Haus der Linkspartei geladen. Dort wurde die Frage erörtert, ob der Landesverband abermals in eine etwaige Regierungskoalition einsteigen sollte. Eine »ideologische Grundsatzdebatte« sollte dabei vermieden werden, hatte es bereits in der Einladung geheißen. Rund 30 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Anwesend war vor allem die zweite Reihe der Partei, es waren also jene Politike...

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