21.01.2016 / Feuilleton / Seite 10

Arbeiter, Anarchist, ökologischer Vordenker

Murray Bookchin inspirierte verschiedene Generationen linker Aktivisten – auch Abdullah Öcalan und den Widerstand in Rojava

Thomas Wagner

Mit dem Sprachwissenschaftler Noam Chomsky und dem Ethnologen David Graeber gehört Murray Bookchin (1921–2006) zu den bekanntesten Vertretern des zeitgenössischen Anarchismus. Seine Großmutter musste als Teilnehmerin der russischen Revolution von 1905 in die USA emigrieren. Seine Mutter, die eine Anhängerin Lenins war, organisierte sich in der Gewerkschaft Industrial Workers of the World (IWW). Als Kind war der in New York City geborene Einwanderersohn Mitglied der Young Pioneers und engagierte sich bis 1935 in der Young Communist League, der Jugendorganisation der Kommunistischen Partei. Als er sich meldete, um im Spanischen Bürgerkrieg in den Internationalen Brigaden zu kämpfen, wurde er als zu jung abgelehnt. Zur Zeit der Moskauer Prozesse distanzierte sich Bookchin von der Politik der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, blieb jedoch als Stahlarbeiter in New Jersey in Gewerkschaftskämpfen aktiv. Nach seinem Parteiausschluss im Jahr 1939 schrieb er ...

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