20.01.2016 / Sport / Seite 16

Die große Wiederkehr

Eine politische Notwendigkeit: Vor 50 Jahren wurde der 1. FC Union Berlin gegründet

Jörn Luther

Als der 1. FC Union Berlin im Januar 1966 aus der Taufe gehoben wurde, hatte der Verein schon eine bewegte Geschichte hinter sich. 1906 gegründet, holte sich Union Oberschöneweide dreimal die Berliner Meisterschaft, drang 1923 gar bis ins Finale um die Deutsche Meisterschaft vor – und verlor sehr, sehr unglücklich gegen den Hamburger SV 0:3.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg der Verein zur unumstrittenen Berliner Spitzenmannschaft auf, 1950 jedoch ging das Gros der Spieler und Funktionäre nach Westberlin und gründete dort den SC Union 06. Der im Osten verbliebene Rest fiel hernach mehr durch seine ständigen Umbenennungen (von Motor Oberschöneweide bis hin zu TSC Berlin) als durch Erfolge auf und verlor sich recht bald in der Zweit-, ja, Drittklassigkeit des DDR-Fußballs.

Die Gründung des 1. FC Union ging mit dem entsprechenden Brimborium am 20. Januar 1966 im Kulturhaus des Transformatorenwerkes in der Oberschöneweider Weißkopfstraße über die Bühne. Dass es ...

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