19.01.2016 / Thema / Seite 12

Die billigste Lösung

Die Digitalisierung nutzen große Unternehmen, um Arbeit auszulagern. Zum Thema führt das Arbeitsministerium einen Dialog, mit dabei sind auch die Gewerkschaften. Doch ihnen fehlt nach wie vor eine Strategie

Marcus Schwarzbach

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) lässt in einer Kommission von Wissenschaftlern, Unternehmensvertretern und Gewerkschaftern Eckpunkte für Gesetzesänderungen erstellen. Ende April 2015 rief sie bei der Vorstellung des »Grünbuchs Arbeiten 4.0« zum Dialog auf – es sollen Vorschläge zur Beschäftigung in der Zukunft gemacht werden. Nahles will so Trends und wichtige Handlungsfelder der digitalen Arbeit aufzeigen. Vergleichbar dem Vorgehen der Hartz-Kommission unter der Regierung Schröder/Fischer sollen Leitlinien für Veränderungen geschaffen werden. Ende 2016 soll dazu ein »Weißbuch Arbeiten 4.0« veröffentlicht werden.

Eine Definition der sogenannten Arbeit 4.0 bzw. der digitalen Arbeit legte der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Thorben Albrecht (SPD), dar. In der Gegenblende, dem Onlinemagazin des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), nannte er im November 2014 vier Merkmale:

»1. Die umfangreiche Nutzung moderner Informations- und Kom...

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