18.01.2016 / Ausland / Seite 6

Im Strudel der Korruption 

Mumia Abu-Jamal

Der afroamerikanische Reverend Edward Pinkney ist ein Pfarrer von der Sorte, die dem Bürgerrechtler Martin Luther King jr. gefallen hätte. Statt sich ein herrschaftliches Anwesen einzurichten und wie ein Kirchenfürst zu leben, führte Pinkney ein bescheidenes Leben und setzte sich nach Kräften für seine Gemeinde ein. Mit den vorwiegend schwarzen Einwohnern der Kleinstadt Benton Harbor im US-Bundesstaat Michigan kämpfte er gemeinsam für Wasserrechte, faire Wahlen und soziale Gerechtigkeit.

Wegen seines politischen Engagements war er von Beginn an den repressiven Attacken des Staates ausgesetzt. Die politische Elite Michigans setzte ihre gesamte juristische Maschinerie gegen Pinkney in Gang und zerrte ihn mehrfach vor Gericht. Im November 2014 verurteilte ihn schließlich eine nur aus Weißen bestehende Jury wegen »Wahlbetrugs« zu einer Gefängnisstrafe, weil er angeblich in fünf Fällen die Datumsangaben von Unterschriften unter einer zur Abstimmung stehende...

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