16.01.2016 / Feuilleton / Seite 11

Drang nach Befreiung

Der Sieg des Fortschritts über die Grausamkeit: Zum 25. Todestag des Bildhauers und Kommunisten Giacomo Manzù

Gerhard Feldbauer

Er war einer der der bedeutendsten Bildhauer Italiens. Die Kunst war Giacomo Manzù keineswegs in die Wiege gelegt worden, als er 22. Dezember 1908 als zwölftes von 14 Kindern eines Schusters in Bergamo geborene wurde. Manzù muss schon mit elf Jahren in einer Schnitzerei arbeiten, um zum Unterhalt seiner in ärmlichsten Verhältnissen lebenden Familie beizutragen. Dabei zeigt sich jedoch schon bald sein handwerkliches Talent, so dass er 1921 neben seiner Tätigkeit in einer Abendschule einen Bildhauerkurs besucht und in der Werkstatt seines Lehrers arbeiten kann. Als der wissbegierige Junge in einem Buch die Skulpturen des französischen Bildhauers, Malers und Grafikers Aristide Maillol (1861–1944) entdeckt, ist er von dessen Werken so beeindruckt, dass er auch Bildhauer werden will.

Während eines Besuchs in Paris betrachtet er in den Galerien die Skulpturen der großen Meister Auguste Rodin und Edgar Degas und entwickelt einen Blick für deren impressionistische...

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