16.01.2016 / Inland / Seite 8

»Die Fraktion duldet seine Hasspredigten«

In der Hamburgischen Bürgerschaft nutzt AfD-Abgeordneter ­sexualisierte Gewalt für Stimmungsmache. Gespräch mit Christiane Schneider

Markus Bernhardt

Die Alternative für Deutschland, AfD, fällt in der Hamburgischen Bürgerschaft regelmäßig durch rassistische Ausfälle auf. Der AfD-Abgeordnete Ludwig Flocken richtete jüngst eine Anfrage an den Senat der Stadt, bestehend aus SPD und Grünen, und fabulierte darin »rassistische Ausschreitungen der Silvesternacht in Hamburg« herbei. Was will uns Flocken damit sagen?

Herr Flocken behauptet in seiner Anfrage: »Angehörige verschiedener nach Deutschland eingedrungener Ethnien erniedrigten Menschen unserer westlichen Kultur.« Er missbraucht die Opfer der Übergriffe für seine schmutzigen Phantasien von einem »Rassenkampf« bzw. einem »Kampf der Kulturen«. Er interpretiert die Übergriffe als »Erniedrigung Europas« und als »Ausdruck der islamischen Verachtung für den Westen und moderne Frauen«. Das schreit natürlich nach einem Gegenschlag, und Flocken »fragt« dann ja auch: »Sieht der Senat es als seine Aufgabe an, sich in einem gesamteuropäischen Konzept gegen die rass...

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