16.01.2016 / Inland / Seite 5

Im Zeichen der Agrarkrise

Grüne Woche: Kampagne der Biobranche zu wahren Kosten der Lebensmittel

Jana Frielinghaus

Europas Landwirtschaft steckt in der Krise. Die Bauern bekommen seit mehr als einem Jahr so wenig Geld für Milch und Fleisch, dass sie bei der Produktion draufzahlen. Auch die Preise für Getreide sind seit Monaten im Sinkflug. Doch was den Landwirten schadet, nützt Lebensmittelindustrie und Einzelhandel. Und so tummeln sich auch in diesem Jahr 1.660 Aussteller auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin, die am Freitag ihre Tore für das Publikum geöffnet hat.

Zum sechsten Mal ist die weltgrößte Messe der Ernährungsbranche Anlass für Landwirte und Bürger, ihren Unmut über die zunehmende Kartellbildung in der Lebensmittelverarbeitung und im Handel, über Umweltbelastung, Preisdumping zu Lasten von Millionen Bauern hier und in den Entwicklungsländern auf die Straße zu tragen. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 60.000 Menschen zu der De...

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