16.01.2016 / Ausland / Seite 1

Wenn Schengen scheitert

Flüchtlinge sind für EU lediglich Kostenfaktor. Grenzen bleiben dicht

Simon Zeise

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat vor wirtschaftlichen Folgen wegen der Wiedereinführung von Grenzkontrollen gewarnt. Diese zögen etwa Wartezeiten im Güterverkehr und damit höhere Kosten für die Wirtschaft nach sich. Dies könne zu einem Arbeitslosenproblem führen, »das nicht mehr beherrschbar sein wird«, sagte Juncker am Freitag in Brüssel. Auch der Euro sei dann in Frage gestellt: »Ohne Schengen, ohne die Freizügigkeit der Arbeitnehmer, ohne die Reisefreiheit, von der alle Europäer profitieren können, macht der Euro keinen Sinn«, sagte er.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte am selben Tag, dass Europa »nahe« an einem Scheitern Sc...

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