14.01.2016 / Sport / Seite 16

»Ick spinne«, dachte Täve, und widerspricht dem Neuen Deutschland

Jens Walter

Lügen über den DDR-Sport sind in den Medien seit Jahrzehnten beliebt. Verblüffend für viele, die seine Triumphe miterlebten oder sogar selbst Medaillen gewannen, war eine ganze Seite im Neuen Deutschland vom 4. Januar über die Olympischen Sommerspiele in Montreal 1976. Der Titel, »Die Ersten und die Letzten«, wirkte erst einmal sympathisch. Auch DDR-Athleten wurden letzte. In Montreal gab die Mannschaftsleitung sogar einen Empfang für sie, was sich kein anderes Land erlaubte. »Die Leute sollten sich mit der Deutschen Demokratischen Republik identifizieren, ohne dass die Partei etwas von ihrer Macht verlor«, schrieb ND-Autor Karsten Krampitz. »Diesem Ziel diente auch die Spitzensportförderung. Nicht um allgemeine Körperertüchtigung ging es und auch nicht um Völkerverständigung; die DDR-Bürger sollten stolz auf ihr Land sein. Und manch einer wird das auch gewesen sein.«

Wer in der DDR zur Schule ging, weiß natürlich, wie sehr es um allgemeine Körperertüchtig...

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