14.01.2016 / Ausland / Seite 6

Fahrt ins Ungewisse

Kubanische Migranten in Mittelamerika dürfen Reise in Richtung USA fortsetzen. Flüchtlingsstatus haben sie nicht

Volker Hermsdorf

Die ersten 180 der seit Mitte November vergangenen Jahres in Mittelamerika gestrandeten kubanischen Migranten haben am Dienstag ihre Reise Richtung Norden fortgesetzt. Kurz vor 23 Uhr (Ortszeit) starteten sie mit einer Chartermaschine der kolumbianischen Fluggesellschaft Avianca vom costaricanischen Flughafen Liberia und landeten eine Stunde später in El Salvadors Hauptstadt San Salvador. In einer mehr als 20stündigen Bustour sollte es weiter gehen, quer durch Guatemala bis zur rund 500 Kilometer entfernten mexikanischen Grenze. Dort gibt die Regierung ihnen 20 Tage Zeit, um ihr Wunschziel, die USA, zu erreichen.

Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitteilte, wurden für die erste Gruppe im Rahmen des »Pilotplanes« zur Lösung der Migrationskrise nur solche Personen zugelassen, die 555 Dollar (rund 510 Euro) für den ersten Abschnitt des mit Hilfe der IOM organisierten Transports zahlen konnten. In Mexiko müssten sie sich dann auf eigene K...

Artikel-Länge: 4552 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe