14.01.2016 / Inland / Seite 5

Kein »Leuchtturmprojekt«

Negative Folgen der Privatisierung der Universitätsklinik Gießen/Marburg sorgen für vielstimmige Forderung nach Wiederverstaatlichung

Katrin Küfer

Zehn Jahre nach der Privatisierung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM) durch den Verkauf an den Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum AG (RKA) bekräftigt die hessische Linkspartei im Einklang mit Betroffenen die Forderung nach einer Wiederverstaatlichung der Krankenhäuser. Auch Studierendenvertreter und Kassenärzte beklagen Folgen des Verkaufs. Die RKA hatte Anfang 2006 einen Anteil von 95 Prozent an dem Universitätsklinikum übernommen, die restlichen fünf Prozent blieben in Landesbesitz. Den Deal hatte die durch eine absolute Parlamentsmehrheit nach der Landtagswahl 2003 gestärkte Hessen-CDU unter dem damaligen Regierungschef Roland Koch durchgepeitscht und als europaweites »Leuchtturmprojekt« angepriesen. Widerstand und heftige Kritik gab es von Opposition, regionalen Politikern, Belegschaft und Gewerkschaften.

»Niemand in Europa – außer der hessischen CDU – ist bisher auf die wahnwitzige Idee gekommen, eine Uniklinik zu privatisieren«, stellt...

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