13.01.2016 / Inland / Seite 2

»Es ist nicht damit getan, Kontakte offenzulegen«

Bundestag stoppte geheime Vergabe von Hausausweisen an Lobbyisten. Es bleibt aber noch viel zu tun. Ein Gespräch mit Gregor Hackmack

Ralf Wurzbacher

Der Bundestag hat am Montag die geheime Vergabe von Hausausweisen an Lobbyisten gestoppt. Ab sofort werden keine neuen Einlasstickets mehr für Wirtschafts- und Verbandsvertreter ausgegeben. Außerdem soll ein komplett neues Regelwerk für den Zugang von Externen zum Parlament erarbeitet werden. Hat Sie der Schritt überrascht?

Es hat uns schon ein wenig verblüfft, wie schnell plötzlich alles gegangen ist, nachdem sich bisher ja vor allem CDU und CDU bei dem Thema so stur gezeigt hatten. Die Debatten der vergangenen Monate haben augenscheinlich zu einem Umdenken geführt. Der Auslöser war sicherlich unsere erfolgreiche Lobbyklage, in deren Folge die Namen der Inhaber der durch die Fraktionen vergebenen Hausausweise offengelegt werden muss­ten. Seither ist für jeden sichtbar, wie nah die Abgeordneten tagtäglich den Abgesandten von Rüstungsschmieden, Banken, Versicherungen, Verbänden, Konzernen und Kanzleien kommen. Das kratzt am guten Ruf des vermeintlich unabhä...

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