12.01.2016 / Feuilleton / Seite 11

Unruhig bewegt

Friedrich Goldmanns Opernfantasie »R. Hot bzw. Die Hitze« kann in Dresden neu entdeckt werden

Dietrich Bretz

Entdeckungsfreudig war die Kammerbühne Semper 2 der Sächsischen Staatsoper schon von Anbeginn. Endlich wurde nun mit Friedrich Goldmanns 1977 in der Berliner Staatsoper uraufgeführten Opernfantasie »R. Hot bzw. Die Hitze« auch ein Werk eines bedeutenden DDR-Komponisten wieder zu szenischem Leben erweckt. Nicht eine klassisch strukturierte Oper begegnet dem Publikum, vielmehr eine außergewöhnliche »Opernfantasie in über einhundert dramatischen, komischen, fantastischen Posen«.

Goldmann, 1941 bei Chemnitz geboren und 2009 in Berlin verstorben, war der sächsischen Kulturlandschaft zeitlebens verbunden. Von 1951 an war er Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Später studierte er an der Musikhochschule der Elbestadt bei Johannes Paul Thilman Komposition. Als späterer Meisterschüler von Rudolf Wagner-Régeny an der Berliner Akademie der Künste (1962–64) und immer wieder gefördert von Paul Dessau, entwickelte sich Goldmann zu einem der progressivsten ostdeutschen...

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