11.01.2016 / Ansichten / Seite 8

Mediale Beseitigung

»Berichte« über linke Aktivitäten

Arnold Schölzel

Die deutschen Mediengewerbler machen 2016 weiter wie schon immer. Wer eine Demonstration mit etwa 250.000 Teilnehmern gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA wie am 10. Oktober 2015 in Berlin nicht zur Kenntnis nimmt und faktisch beschweigt, dem ist auch sonst egal, ob und was er über Leute schreibt, die sich gegen ­Reaktionäres ­engagieren. Er erhält seine Brötchen dafür, das für eine Vorstufe von Terror zu halten und entsprechende Brüllfloskeln zu finden. Außerdem müssen die öffentlich auftretenden Rassisten in Rundfunk, Presse und Internet einem breiteren Publikum bekanntgemacht werden, selbstverständlich mit begleitendem Empörungstremolo. Das spart sich der Berichterstatter, wenn er deutschnationale Hetze aus Regierungsparteien und »Qualitätszeitungen« wie der FAZ kolportiert. Leitlinie ist im übrigen der Spruch des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder vom November 2011: »Jetzt auf einmal wird in ...

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