09.01.2016 / Inland / Seite 5

Doppelter Tagessatz

In Berliner Wohnheimen sollen Obdachlose gegen Flüchtlinge ausgespielt werden

Markus Bernhardt

Die Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt verschärft sich. Mittlerweile sind es nicht mehr nur alteingesessene Kiezbewohner, die überall in der Stadt der Gentrifizierung weichen müssen. Selbst Obdachlose, die in Wohnheimen leben, sind mittlerweile von der Verdrängung betroffen.

So droht aktuell mehr als 30 Männern aus einem Wohnheim im Bezirk Moabit die Obdachlosigkeit. Die 33 von Zwangsräumungsmaßnahmen betroffenen Bewohner zwischen 20 und 50 Jahren leben bereits seit zwölf Jahren in der Unterkunft.

Die private Betreiberfirma des in der Berlichingenstr. 12 gelegenen Wohnheims »Gästehaus Moabit« hatte die Bewohner aufgefordert, sich zum 31. Januar dieses Jahres eine neue Unterkunft zu suchen, da Flüchtlinge in dem Gebäude untergebracht werden sollen....

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