07.01.2016 / Titel / Seite 1

Deutsche Kriegszone Mali

Bundesregierung beschließt deutliche Erhöhung der Truppenkontingente in Mali und im Irak. Insgesamt 2.600 Bundeswehr-Soldaten im Ausland

Arnold Schölzel

Die Bundesregierung hat am Mittwoch die deutliche Ausweitung der Bundeswehr-Einsätze im westafrikanischen Mali sowie im Nordirak beschlossen. In Mali unterstütze und entlaste Deutschland damit seine europäischen Partner, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert nach der Kabinettssitzung in Berlin. Der Bundestag wird voraussichtlich noch im Januar über beide Einsätze entscheiden. Die neuen Mandate sollen jeweils bis zum 31. Januar 2017 gelten.

Im Krisenland Mali sollen 500 Soldaten mehr stationiert werden: Im Rahmen der sogenannten UN-Mission Minusma will sich die Bundeswehr verstärkt an der »Stabilisierung« der Region beteiligen. Dies soll auch Frankreich entlasten. Die Aufstockung hatte die Bundesregierung nach den Anschlägen in Paris Mitte November angekündigt. Das französische Militär beteiligt sich seither offen am syrischen Krieg und hatte deswegen um Hilfe in Mali gebeten.

Im Mandatstext heißt es: »Die weitere politische Begleitung und Förderung di...

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