05.01.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Fahrverbote in Delhi

Luftverschmutzung: Regionalregierung der Hauptstadtregion zwingt Halter zu alternierender Stillegung von Privatfahrzeugen

Thomas Berger

Indiens Hauptstadtregion ist berüchtigt für ihre schlechte Luft. Das soll sich ändern. Mit dem Jahreswechsel wird für 15 Tage der Autoverkehr in der Metropole Delhi per Anordnung deutlich reduziert. Die Eigentümer von privaten Pkw dürfen ihre Fahrzeuge nur noch jeden zweiten Tag benutzen: An einem Tag dürfen die gefahren werden, deren Kennzeichen mit einer geraden Zahl endet, am nächsten die mit einer ungeraden. Es soll ein Test sein, mit dem die Regionalregierung gegen die alarmierend hohe Schadstoffbelastung vorgehen will. Delhi führt die Liste der 1.600 Großstädte mit der höchsten Luftverschmutzung weltweit an. In keinem anderen der von der Weltgesundheitsbehörde (WHO) überwachten urbanen Zentren liegen die Werte so hoch. Der WHO-Grenzwert, der festlegt, ab wann die Belastung als gesundheitsschädlich gilt, wird um das Zehnfache überschritten.

Die Maßnahme betrifft die Betreiber der etwa 1,9 Millionen Privatautos, die üblicherweise die Straßen der pulsie...

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