05.01.2016 / Titel / Seite 1

Neues Jahr in Kaltland

Nichts hat sich seit dem 1. Januar geändert: Es gibt Angriffe auf Flüchtlinge und Warteschlangen in Berlin

Johannes Supe

Das Jahr wechselt, die Bilder nicht. Am Montag konnte man vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) wieder Schlangen von Flüchtlingen sehen. Bereits um 4 Uhr waren die ersten von ihnen vor Ort und warteten nach den Feiertagen auf die Wiedereröffnung des Amts. Doch das machte seine Pforten erst um 8 Uhr auf; bis dahin waren es Hunderte, die froren. Immerhin: Mittlerweile kann man sich in Zelten aufhalten, bei elf Grad Celsius. Gegenüber den Minustemperaturen, die davor herrschen, ist das eine wohlige Wärme. Noch am Mittag zeigt das Thermometer acht Grad unter Null.

Die meisten, die in der Berliner Kälte ausharrten, hatten sich aus Syrien auf den Weg in die Bundesrepublik gemacht. Doch auch aus anderen Kriegsgebieten fliehen die Menschen. So etwa eine Gruppe junger Afghanen, die dem Blutvergießen in ihrem Land entkommen wollten. Ein anderer, ebenfalls aus Afghanistan, sieht in seiner Heimat keine Zukunft mehr für sich. Der Mittdreißiger...

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