04.01.2016 / Feuilleton / Seite 11

»Das! Ist! Geld!«

Willkommen in der Märchen- und Geschäftswelt: »Joy« von David O. Russell

Peer Schmitt

§ 169: Die Familie hat als Person ihre äußerliche Realität in einem Eigentum, in dem sie das Dasein ihrer substantiellen Persönlichkeit nur als in einem Vermögen hat.

Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts

Dies ist die Geschichte einer Frau und ihres Wischmops. Nicht irgendein Wischmop, sondern ein »Miracle Mop«, eine der großen, formvollendeten technischen Innovationen des 20. Jahrhunderts, die das Leben aller Hausfrauen jener Epoche revolutionierte – in den späten 1980er Jahren.

Freilich ist es auch eine Geschichte von Chaos, Konfusion und Verstörung: eine Familiengeschichte. Mithin eine der schillernden Persönlichkeiten und ihrer Vermögen. Es gibt keine äußere Realität, die nicht für bare Münze zu nehmen wäre, altmodisch betrachtet.

Daher steht im Vorspann von David O. Russells neuem Film »Joy« auch der Hinweis: »Inspiriert von den wahren Geschichten sorgender Frauen … besonders von einer.« Nebenbei ist der Song »I feel free« von Cream zu hören. Bei...

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