11.12.2015 / Ausland / Seite 7

Feindbild PKK

Türkei fordert Verbündete zum Kampf gegen Kurdenpartei auf

Kevin Hoffmann, Istanbul

Am vergangenen Dienstag rief Ibrahim Kalin, der Pressesprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, bei einer Pressekonferenz in Ankara erneut die »internationale Staatengemeinschaft« und allen voran seine NATO-Verbündeten zur Bekämpfung der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) auf. Kalin sagte laut Nachrichtenagentur Anadolu, es wäre »sowohl diplomatisch als auch moralisch« falsch, zwischen »guten« und »schlechten« Terrororganisationen zu unterscheiden. Die Türkei würde nicht nur gegen den »Islamischen Staat« (IS) kämpfen, sondern auch »gegen die Terrororganisation, die PKK genannt wird«, erklärte der Erdogan-Sprecher.

Die Äußerungen von Kalin entsprechen der Politik der NATO-Partner. Die PKK wird von der Bundesrepublik, der Europäischen Union und den USA weiterhin als terroristische Organisation eingestuft. Mutmaßliche Unterstützer und Sympathisanten werden verfolgt und juristisch belangt. Deswegen rief der kurdische Dachverband Nav-Dem...

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