23.11.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Migration als politische Waffe

Volker Hermsdorf

In kubanischen Blogs nimmt die Situation der gestrandeten Migranten breiten Raum ein. Viele Autoren teilen die Aussage des Außenministeriums, dass die in Costa Rica festsitzenden Kubaner beim Versuch, in die USA zu gelangen, »zu Opfern von kriminellen Banden geworden sind«. Die Ankündigung der kubanischen Behörden, sich zusammen mit den Regierungen der betroffenen Länder um eine schnelle Lösung zum Wohle der Gestrandeten zu bemühen, und die Bekräftigung, dass sie das Recht hätten, »nach Kuba zurückzukehren, wenn sie dies wünschen«, werden positiv kommentiert. Doch es gibt auch irritierte Stimmen.

»Ich weiß nicht, was zu tun ist, aber ich bin sicher, dass wir etwas tun müssen«, schreibt der Sänger Silvio Rodríguez in seinem Blog »Segunda cita«. Ihn beunruhigen die Bilder von Eltern, die ihren Kindern dieses »bittere Abenteuer« zumuten. Neben Kritik an Politikern und Medien der Region sowie an deren gegen Kuba gerichteten »Manipulationen« beschäftigen Rodríg...

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