05.11.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Tiefschläge für Washington

Moskau punktet im Nahen Osten: Immer mehr US-Verbündete wenden sich Russland zu

Rainer Rupp

Im Nahen Osten überschlagen sich die Ereignisse. Was noch vor wenigen Wochen als sehr weit hergeholt galt, ist heute schon Realität. So ist innerhalb kürzester Zeit den USA die Kontrolle über den Irak entglitten. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich bereits in Jordanien ab, das nun bei der Bekämpfung der Terrormilizen »Islamischer Staat« (IS) und Al-Nusra-Front lieber mit Russland und Iran zusammenarbeitet. Das ist das vorläufige Resultat einer beispiellosen Fehlkalkulation Washingtons, das sich mit seinen Umsturzplänen für Syrien in eine ausweglose Situation manövriert hat und nun eine Demütigung nach der anderen erfährt.

Bereits im September hatte die irakische Regierung von Ministerpräsident Haider Al-Abadi in Bagdad gemeinsam mit Russland, Syrien und Iran ein Koordinationszentrum zum gemeinsamen Kampf gegen den grenzübergreifenden Terrorismus gegründet. Als Abadi nach den ersten Erfolgen der russischen Luftoffensive in Syrien erklärte, er würd...

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