08.10.2015 / Ausland / Seite 7

Kämpfe um die Existenz

In Südafrika protestieren Tausende gegen Arbeitsplatzvernichtung. Streik im Kohlebergbau. Auch Kumpel in Goldminen drohen mit Ausstand

Christian Selz

In allen neun Provinzen Südafrikas sind am Mittwoch Tausende Gewerkschafter auf die Straße gegangen. Zu den Protestmärschen hatte der größte Gewerkschaftsbund des Landes, der Congress of South African Trade Unions (COSATU), aufgerufen, der damit vor allem gegen Massenentlassungen in der Bergbauindustrie protestierte. Dort wollen die Konzerne nach Gewerkschaftsangaben 22.000 Arbeitsplätze vernichten. Die Demonstranten wandten sich im Rahmen des »Welttags für gute Arbeit« unter dem Motto »Schluss mit der Gier der Konzerne«, den die Internationale Gewerkschaftsföderation ITUC ausgerufen hatte, auch gegen eine geplante Mehrwertsteuererhöhung.

Der COSATU, der ebenso wie die South African Communist Party (SACP) Teil der vom African National Congress (ANC) geführten Regierungskoalition ist, warnte in einer Pressemitteilung vor »politischer Instabilität« als Folge der mit einer offiziellen Quote von 25 Prozent hohen Arbeitslosigkeit im Land. »Das ist eine Krise f...

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