26.09.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Die Welt bewegt sich doch

Neoliberale Globalisierung ist kein Naturgesetz, das Diktat globaler Multis kein Selbstläufer: Uruguay steigt aus Verhandlungen zum TISA aus

Rainer Rupp

Es gibt Hoffnung. Der Kampf gegen die Aufteilung der Welt unter wenige Riesenkonzerne mittels Abkommen wie die Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) zwischen EU und USA muss nicht verloren gegeben werden. Das wichtigste Signal des Jahres dafür ist wohl auch deshalb von unseren Mainstreammedien ignoriert worden. Uruguay hat es tatsächlich gewagt, aus den womöglich noch strenger als bei TTIP geheimgehaltenen Verhandlungen über den internationalen Handel mit Dienstleistungen »Trade in Services Agreement« (TISA) endgültig auszusteigen. Wie das gelingen konnte, darüber hätten Globalisierungskritiker hierzulande sicher gerne mehr erfahren. Deutschlands »unabhängige und überparteiliche« Medien fanden diese Sensation keiner Erwähnung wert. Statt dessen übersättigten sie die Nachrichtenkanäle in den zurückliegenden Wochen mit emotionalisierten Berichten über Flüchtlingstrecks und gerieren sich als Sprachrohr einer Art neuer Welt: Das Großkapital ma...

Artikel-Länge: 4788 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe