25.09.2015 / Ausland / Seite 6

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USA planen neue Einmischung in Kuba. Provokationen gegen Normalisierung der Beziehungen befürchtet

Volker Hermsdorf

Raúl Castro und Barack Obama haben am vergangenen Freitag in einem Telefongespräch erneut die weiteren Schritte zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und Kuba besprochen. Doch wenn zwei das gleiche sagen, bedeutet es nicht immer dasselbe. Während Castro unter »normalen Beziehungen« versteht, dass ein Land das andere nicht mit einer Blockade zu strangulieren versucht, möchte Obama in Kuba offenbar »normale« Arbeitsbedingungen für die US-Geheimdienste und deren Vorfeldorganisationen erreichen. Eine davon ist die vom US-Kongress mit über 100 Millionen Dollar pro Jahr ausgestattete Stiftung »National Endowment for Democracy« (NED). Ihre offizielle Aufgabe ist die weltweite »Durchsetzung der Demokratie«. Dazu finanzierte die Stiftung im Jahr 2012 nach eigenen Angaben 1.236 »Projekte von Nichtregierungsorganisationen« in 92 Ländern mit durchschnittlich jeweils 50.000 Dollar. Deutlich höhere Beträge flossen in die Ukraine. Dort verteilte das NED be...

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