13.08.2015 / Thema / Seite 12

Vereint schlagen

Was sich aus den Erfahrungen der jüngsten Streikbewegungen lernen lässt

Bernd Riexinger

Die vergangene Woche endete mit einem Paukenschlag: Die bei ver.di und der GEW organisierten Erzieher und Sozialpädagogen haben das Schlichtungsergebnis für die Sozial- und Erziehungsdienste mit deutlicher Mehrheit abgelehnt: 68,8 Prozent votierten bei der GEW in einer Urabstimmung dagegen, bei ver.di waren es 69,13 Prozent der befragten Mitglieder. Auch wenn bei der GEW das notwendige Quorum für eine verbindliche Fortsetzung des Streiks in Höhe von 75 Prozent knapp verfehlt wurde, spricht das Ergebnis eine klare Sprache. Viele Beschäftigte in den Sozial- und Erziehungsdiensten (SuE) haben ein starkes Selbstbewusstsein entwickelt und sind entschlossen, weiter für eine Aufwertung der gesellschaftlich so wichtigen Arbeit zu streiken. Zu Recht spricht der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske von einem »einzigartigen« Vorgang in der Geschichte der Gewerkschaften und von einem »klaren Signal« der Kollegen an ihre Gewerkschaft und an die Arbeitgeber. Es ist auch...

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