20.07.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Blamable Ergebnisse

UN-Entwicklungskonferenz in Addis Abeba endet ohne konkrete Ergebnisse. Klar ist nur: Arme Länder sollen für Konzerne bessere Bedingungen schaffen

Bernd Müller

Am Donnerstag ist in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba die dritte UN-Konferenz für Entwicklungsfinanzierung zu Ende gegangen. Die Ergebnisse sind ernüchternd, und Hilfsorganisationen sprechen von einer Blamage für die Staatengemeinschaft. Neben Absichtserklärungen habe es keine konkreten Vereinbarungen gegeben. Vertreter der Industriestaaten sehen dagegen einen Erfolg: Konzerne sollen künftig stärker eingebunden werden.

Eigentlich sollte auf der viertägigen Konferenz geklärt werden, wie die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu finanzieren sind. Bis 2030 sollen Hunger und extreme Armut in der Welt der Vergangenheit angehören, und jedem Kind soll eine Grundbildung ermöglicht werden. Nach Angaben der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) fehlen den Entwicklungsländern jährlich 2,6 Billionen US-Dollar, um diese Ziele zu erreichen. Letztendlich ging es aber um mehr als Gelder für die Entwicklungshilfe: Die armen Länder drängen auf Än...

Artikel-Länge: 5687 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe