30.05.2015 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Che hat keine Sonntagsreden gehalten«

Gespräch. Mit Benicio del Toro. Über den kubanischen Revolutionär Ernesto Guevara, soziale Fortschritte auf der Karibikinsel und den Wandel in den Beziehungen zwischen Washington und Havanna

Volker Hermsdorf

Zu Ihren in der Bundesrepublik bekanntesten Filmen gehört die zweiteilige Biographie über Che Guevara. Viele Medien stellen Ihre physische Ähnlichkeit mit dem Revolutionär heraus. Mich interessiert mehr, wie Sie sich mental auf den Dreh vorbereitet haben. War das für Sie eine Rolle wie viele andere?

Nein, die Darstellung des Che war für mich viel mehr als eine Rolle. Das ist mir schon bei der Vorbereitung auf die eigentlichen Dreharbeiten bewusst geworden. Die Vorarbeiten für die Filme und die Auseinandersetzung mit deren Inhalten waren sehr umfangreich. Wir haben viele Reisen nach Kuba unternommen, um uns hier direkt und authentisch über den Stoff der Filme zu informieren. Wir wollten mehr über Che Guevara, die Geschichte Kubas und die kubanische Revolution lernen, als allgemein zugänglich ist. Da Regisseur Steven Soderbergh und ich in den USA leben, war das wegen der Blockade gegen Kuba nicht einfach. Wir konnten nicht einfach mal nach Havanna fliegen, ...

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