30.04.2015 / Inland / Seite 0

Werben um Kanonenfutter

Mit Hunderten Veranstaltungen will die Bundeswehr Jugendliche für eine militärische Karriere begeistern

Unter Abiturienten und Studierenden sucht die Bundeswehr nicht nach Soldaten. Vielmehr interessiert man sich für Ärzte und Psychologen, Ingenieure und Naturwissenschaftler der Physik oder Chemie. Das geht aus der Vorstellung hervor, die von der deutschen Armee auf der Homepage der Berliner Jobmesse »connecticum« eingestellt wurde. Während also für Menschen mit niedrigerem oder ohne Bildungsabschluss offenbar nur die Laufbahn an der Knarre offensteht, verspricht das Militär dem Akademikernachwuchs »attraktive Karrieremöglichkeiten für junge Frauen und Männer«.

Mehr als 150 Mal tritt die Bundeswehr allein im laufenden Quartal bei Messen und Jobbörsen auf. Gut 200 Mal belästigen Offiziere im Werbeeinsatz zudem Schüler an Gymnasien, Real- und Berufsschulen sowie in speziell angebotenen Seminaren. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Außerdem gibt es noch den »KarriereTre...

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