06.03.2015 / Ausland / Seite 6

Rassismus bleibt unbestraft

USA: Untersuchungsbericht belegt Diskriminierung von Schwarzen durch Polizei in Ferguson. Todesschütze Darren Wilson wird nicht angeklagt

Jürgen Heiser

Der weiße Polizist Darren Wilson, der im vergangenen August in Ferguson im US-Bundesstaat Missouri den unbewaffneten schwarzen Teenager Michael Brown mit sechs Schüssen aus nächster Nähe tötete, wird auch von den US-Bundesbehörden nicht vor Gericht gestellt werden. Das erklärte am Mittwoch das US-Justizministerium bei der Vorstellung seines Untersuchungsberichts über den Fall und das Vorgehen der Polizei. Wilson habe demnach nicht falsch gehandelt. Den Bericht hatte Justizminister Eric Holder angefordert, nachdem der Mord an Brown in Ferguson und vielen Orten der USA zu heftigen Protesten geführt hatte. Einmal mehr waren die USA damals wegen der weitverbreiteten rassistischen Polizeigewalt international in die Schlagzeilen gekommen. Im Anschluss an die ersten Meldungen über den Bericht und die nun endgültige Straffreiheit des Todesschützen Wilson kam es in Ferguson nun erneut zu spontanen Protesten vor dem Polizeigebäude.

Justizminister Holder hatte 2014 ...

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