04.03.2015 / Ausland / Seite 7

Netanjahu will bremsen

Israels Premier wendet sich gegen Einigung der USA mit dem Iran. Bekräftigung des Bündnisses mit Washington

Knut Mellenthin

Der Störbesuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu in Washington hat anscheinend einen ersten Erfolg zu verzeichnen: Barack Obama nahm am Montag (Ortszeit) erstmals offen zu den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm Stellung, über die strikte Vertraulichkeit vereinbart ist.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters sagte der US-Präsident, dass Iran zustimmen müsse, seine nuklearen Aktivitäten – gemeint ist vor allem die Anreicherung von Uran zur Produktion von Reaktorbrennstoff – mindestens zehn Jahre lang in ihrem derzeitigen Umfang einzufrieren. Obama sagte, dass von Teheran darüber hinaus verlangt werde, einige Elemente seines Programms, die er jedoch nicht konkret benannte, zurückzufahren. Er bekräftigte seine schon früher mehrfach geäußerte Einschätzung, dass die Wahrscheinlichkeit für das Zustandekommen eines Langzeitabkommens über die Beschränkung und Reduzierung des iranischen Atomprogramms geringer als 50...

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